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Burg Colmberg


 Burg Colmberg (click to zoom)
Burg Colmberg (click to zoom).

Die Burg Colmberg, die dem Ort den Namen gibt, thront auf einem Bergkegel mit herrlichem Rundumblick und beherrscht das weite Obere Altmühltal. Sie wurde in ihrer langen, wechselhaften Geschichte nie eingenommen.

Die Frühgeschichte der Burg Colmberg liegt ziemlich im Dunkeln. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist die Veste Colmberg schon zur Zeit der keltischen Besiedelung auf dem 511 m über dem Meeresspiegel und 54 m über dem Talgrund liegenden Bergrücken als Befestigungsanlage entstanden. Der Überlieferung nach soll in der Karolingerzeit, um das Jahr 770 hier eine Befestigung errichtet worden sein.

Lange Zeit war das Geschlecht der Hohenloher im Besitz von Colmberg gewesen. Das Mauerwerk mit Buckelquadern und Zangenlöchern in der Mitte weisen die Anlage als stauferische Reichsburg aus. Erst deren Nachfolger, die Grafen von Truhendingen sind die urkundlich erstmals nachgewiesenen Besitzer der Veste Colmberg.

Die Grafen von Truhendingen verkauften 1318 die Burg Colmberg mit dem dazugehörigen Marktflecken an den Burggrafen Friedrich IV von Nürnberg, Friedrich VI von Hohenzollern schlug hier ab 1408 seine Residenz auf, bis er 1415 Markgraf von Brandenburg wurde. Mit der Funktion eines Oberamtes blieb die Burg Colmberg über 300 Jahre in hohenzollerschen Besitz.

Von 1791 bis 1806 stand Colmberg unter preußischer Verwaltung. Danach wurde die Burg mit dem Ort unter Napoleon bayerisch. Von 1806 bis 1880 war die Burg Sitz des Rentamtes des Königreiches Bayern.

Ab 1880 ging die Burg in Privatbesitz über. Sie ist heute als Hotel und Restaurant ausgebaut und bietet dazu mit ihren historischen Einrichtungen und Sammlungen eine sehr stimmungsvolle Atmosphäre.